Eine kleine Geschichte des Fallschirmsprungs

Die ersten Versuche

Die ersten Versuche, einen Fallschirmsprung zu machen, sind aus dem Jahre 1617 überliefert. Der Kroate Faust Vrancic sprang mit einem fallschirmähnlichen Gegenstand vom Glockenturm in der heutigen slovakischen Hauptstadt Bratislava. Allerdings waren die Materialien, die er für diesen
Versuch verwendete, nicht aus flugtauglichen Elementen.

Ein „richtiger“ Fallschirmsprung

Im Jahre 1797 war es der Franzose Andre Jacques, der 400 Meter über Paris den ersten richtigen Fallschirmsprung überhaupt wagte. Er benutzte dazu einen Wasserstoffballon, der im Vergleich zu heutigen Standards selbstverständlich über eine wesentlich geringere Sicherheit verfügte. Die Entwicklung stagnierte daraufhin fast ein ganzes Jahrhundert. Erst im Jahre 1890 entstand die klassische Form eines Fallschirms, so wie wir ihn heute kennen, mit zusammengefaltetem Schirm. Die Deutsche Käthe Paulus war es, die aus über 1000 Metern Höhe, aus einem Ballon absprang und dann 2 zusammengefaltete Fallschirme öffnete.
Diese Innovation war maßgebend und gewissermaßen Grundlage für Verfeinerungen, die in den folgenden Jahren entwickelt wurden. Es wurden erste Versuche im Abspringen aus einem Flugzeug unternommen. Die Problematik bestand darin, dass es kaum Piloten gab, die bereit waren, einen Fallschirmspringer zu fliegen. Einige „mutige“ Springer, flogen die Flugzeuge vor dem Absprung sogar selbst, die Flugzeuge stürzten ab und nicht selten wurde der Mut zum Übermut und letztendlich mit dem Leben bezahlt.

Innovationen und Verbesserungen im Zuge der Zeit

Eine ganz wichtige Verbesserung der Situation brachte die Reißleine, welche im Jahr 1919 eingeführt wurde. Der Erfinder und auch der erste Mensch, der mit Reißleine am Fallschirm sprang, war der Amerikaner Leslie Irvin. Der Mechanismus der Reißleine ermöglicht es dem Springer, sich zuerst einige Sekunden im freien Fall zu befinden und kurz vor dem Bodenkontakt die Reißleine zu ziehen.
Irvin gilt deshalb als totaler Pionier auf diesem Gebiet, vor ihm hatte niemand auch nur ansatzweise Erfahrungen in diese Richtung gemacht. Alle zuvor geschehenen Fallschirmsprünge fanden ohne freien Fall statt. Nachdem sich die Reißleine etabliert hatte, änderte sich auch das Bild des Fallschirmspringens in der Öffentlichkeit. Es galt nicht mehr als brandgefährlich einen Fallschirmsprung zu machen. Mitte der 1930er Jahre entwickelte sich dann sogar der Fallschirmsprung als Sport.
Im zweiten Weltkrieg wurden Fallschirme dann erstmals militärisch eingesetzt. Dies hat bis heute in weiten Teilen der weltweiten Militäre Bestand.

Fazit

Fliegen ist und bleibt ein Traum, der die Menschheit schon lange beschäftigt. Durch die Zunahme an Sicherheitsstandards ist es heute nahezu unbedenklich einen Fallschirmsprung zu machen. Adrenalin gibt es dennoch genug, bei einem Sprung aus hunderten Metern Höhe oder mehr werden auch Sie auf
Ihre Kosten kommen.


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