Über den Wolken – Segelfliegen

Wer über den Wolken weniger den Kick sucht, sondern eher die Ruhe vom Alltag, könnte im Segelfliegen den idealen Sport finden. Für die knapp 100.000 Segelflieger in Deutschland ist es auf jeden Fall die stillste und anmutigste Art des Flugsports. Und eine kostengünstige noch dazu. Denn Segelflugplätze deutschlandweit bieten Mietflugzeuge bzw. Schulungsflugzeuge, so dass ein eigenes Flugzeug nicht notwendig ist, wenn man dem motorlosen Flugsport frönen will.

Segelflugvereine haben in der Regel alle Zweisitzer für Lehrzwecke, und die meisten haben auch Einsitzer, die Sie benutzen können, wenn Sie mal alleine fliegen wollen. Wer trotzdem „Flugzeugbesitzer“ werden will, für den bieten sich Fluggemeinschaften an, bei denen mehrere Parteien gemeinsam ein Segelflugzeug kaufen. Die Preise sind sehr unterschiedlich. Einen günstigen Segelflieger bekommt man allerdings schon in der Preisspanne eines Kleinwagens.

Der Start

Da Segelflugzeuge bekanntlich keinen Motor besitzen, stellt sich für den Laien die Frage, wie man den Flieger überhaupt in die Luft bekommt. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten.

Beim F-Schleppstart z.B. wird das Leichtflugzeug mit einem sehr starken Seil in die Höhe gezogen. In der entsprechenden Höhe angekommen, löst der Pilot die Verbindung und schwebt frei durch die Lüfte.

Der Windenstart ist wahrscheinlich die am Häufigsten gewählte Form. Dabei hängt das Segelflugzeug an einer Winde mit einer langen Spule aus Draht. Wenn der Draht eingerollt wird, beschleunigt das Flugzeug und steigt wie ein Drachen in die Luft. Wenn Sie sich oberhalb der Winde befinden, wird der Draht gelöst.

Wenn Sie dann in der Luft sind, ist die wichtigste Aufgabe das „Obenbleiben“. Hierzu werden Aufwinde genutzt, warme Luftmassen, die nach oben steigen, und in die sich das Segelflugzeug „einklinken“ kann.

Rennen, Kunstflug oder einfach nur treiben lassen

Das Segelfliegen hat wesentlich mehr zu bieten, als man meint. Immer beliebter werden Rennen und Kunstflug.

Bei Rennen mit Segelflugzeugen werden den Teilnehmern bestimmte Aufgaben gestellt. Z.B. soll ein vorher bestimmtes 300km großes Dreieck geflogen werden. Wer die besten Aufwinde nutzt und als erster am Ziel ist, hat gewonnen. Diese Rennen bringen einen kleinen Kick in die ansonsten sehr ruhige Sportart.

Ebenso wie das Kunstfliegen. Hier wird der Segelflieger möglichst hoch geschleppt, so dass die Höhenenergie für die Kunststücke genutzt werden kann. Also im Grunde ähnlich wie beim Motorflugzeug, nur ohne Motorisierung.

Natürlich müssen Sie als Segelflieger nicht unbedingt ein Renn- oder ein Kunstflug-Pilot werden. Viele Menschen genießen es, die Welt einfach aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und einen atemberaubenden Ausblick auf die Landschaft zu genießen.


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