Die übliche Frage: ist Fallschirmspringen gefährlich?

Im Prinzip kann jede Sportart, ja jede Tätigkeit, gefährlich sein, wenn man die entsprechenden Regeln und Vorsichtsmaßnahmen nicht beachtet. So gesehen ist die Frage, ob Fallschirmspringen gefährlich ist, relativ. Es könnte passieren, dass sich der Fallschirm einmal nicht öffnet. Dafür befindet sich in jeder Ausrüstung auch ein Reserveschirm. Dieser Reserveschirm wird ausschließlich von einem geprüften Fallschirmwart gepackt und anschließend noch einmal geprüft. Außerdem wird jede Ausrüstung einmal im Jahr geprüft.

Immer richtig vorbereitet sein und Gefahr vermeiden

Es ist also so gut wie ausgeschlossen, dass sich keiner dieser beiden Schirme öffnet. Meist macht persönliches Fehlverhalten des Springers Fallschirmspringen gefährlich. 95 % aller Unfälle mit einem Fallschirm sind darauf zurückzuführen.

Die ersten Sprünge sind in der Regel Tandemsprünge mit einem Lehrer. Pro Jahr werden in Deutschland bis zu 32.000 Tandemsprünge absolviert. Dabei kommt der Reserveschirm gerade einmal rund 250-mal zum Einsatz. Pro Jahr ereignen sich im Durchschnitt rund 70 meldepflichtige Unfälle mit dem Fallschirm. Davon sind maximal ca. 2 bis 10 Unfälle tödlich. Anhand dieser Statistik lässt sich leicht erkennen, dass Autofahren oder Motorradfahren weitaus gefährlicher ist.

Weiter definieren die gesundheitlichen Voraussetzungen, ob Fallschirmspringen gefährlich ist. Das Wichtigste ist daher eine gesundheitlich gute körperliche Verfassung, welche ein Arzt auf einem Formular bestätigen muss. Wer unter Rücken- und Kreislaufproblemen leidet oder eventuell den Druckausgleich nicht verträgt, sollte vom Fallschirmspringen Abstand nehmen. Zur eigenen Sicherheit gibt es auch, je nach Platz, eine unterschiedliche Gewichtsgrenze, welche vom Anbieter vorgegeben wird. Das Gurtzeug ist für eine Größenspanne von 140 cm bis 200 cm ausgelegt. Ob Fallschirmspringen gefährlich sein kann, wird somit auch durch die persönliche Fitness mitbestimmt.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Mit Zustimmung der Eltern kann mit dem Fallschirmspringen ab 14 Jahre begonnen werden. In heutiger Zeit konzentriert sich die Ausbildung nicht nur auf die Landung, sondern vor allem auf den freien Fall. Die AFF-Ausbildung dauert nicht lange. Nach rund 7 bestandenen Tandemabsprüngen mit einem Lehrer aus einer Höhe von rund 3800 m und 16 weiteren Sprüngen unter Aufsicht eines Lehrers kann der Schüler schon seine Fallschirmspringer-Lizenz absolvieren und sich nach bestandener Prüfung: „Lizenzierter Fallschirmspringer“ nennen.

Ist also Fallschirmspringen gefährlich? Selbstverständlich wird das Thema in der Szene ernst genommen. So gibt es in den USA eine zentrale Meldestelle für Unfälle. Aber wer die Standards beachtet, kann den Sport guten Gewissens ausüben. Beim Landen kann man sich dennoch den einen oder anderen Kratzer einhandeln, daher sollte auch eine kleine Reiseapotheke verfügbar sein.


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